Powered by Smartsupp
page start
Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Menü

Wildzaun 150/13/15 Was bedeuten eigentlich diese Zahlen???

150/12/30, 150/13/15 oder 150/19/15: Wenn Sie einen Wildzaun auswählen, begegnen Ihnen garantiert solche Zahlenkombinationen. Doch was bedeuten die einzelnen Angaben eigentlich, und warum gibt es bei gleicher Zaunhöhe mehrere Ausführungen? Welche Unterschiede sind für Rehwild, Schwarzwild oder kleinere Tiere relevant, und woran erkennen Sie, welche Maschung zu Ihrem Vorhaben passt? Wir zeigen Ihnen, wie Sie die Bezeichnungen richtig lesen und was Sie daraus für die Auswahl Ihres Wildzauns ableiten können.

Was bedeuten die Zahlen beim Wildzaun 150/13/15?

Bei diesen Knotengeflechten setzt sich die Bezeichnung aus drei Angaben zusammen:

  • Die erste Zahl nennt die Höhe des Zauns in Zentimetern. Beim 150/13/15 ist das Knotengeflecht also 150 cm hoch.
  • Die zweite Zahl gibt an, wie viele waagerechte Drähte im Wildzaun eingezogen sind. In unserem Beispiel sind es 13. Bei gleicher Zaunhöhe bedeutet eine höhere Zahl, dass die waagerechten Drähte enger übereinander angeordnet sind. Wie eng sie tatsächlich sitzen, lässt sich deshalb nur zwischen Zäunen derselben Höhe unmittelbar vergleichen.
  • Die dritte Zahl steht für die Maschenbreite in Zentimetern, also für den Abstand der senkrechten Drähte. In unserem Beispiel sind das 15 cm.

Aus der Bezeichnung lesen Sie damit die Höhe, die Anzahl der waagerechten Drähte und die Maschenbreite ab. Wie sich die Maschenhöhen über die Zaunhöhe verteilen, steht dort allerdings nicht. Diese Angabe finden Sie in der Produktbeschreibung.

Gleiche Höhe, unterschiedliche Maschung

Der Vergleich der drei Ausführungen aus dem Einstieg zeigt, warum die Höhe allein wenig aussagt. Alle sind 150 cm hoch:

  • Beim ersten sind 12 waagerechte Drähte eingezogen, die Maschenbreite beträgt 30 cm. Von den drei Ausführungen hat dieser Wildzaun damit die größten Maschen.
  • Beim zweiten sind es 13 waagerechte Drähte bei einer Maschenbreite von 15 cm, also halb so breite Felder.
  • Beim dritten sind 19 waagerechte Drähte über dieselbe Höhe verteilt. Die Maschenbreite bleibt gleich, die Maschenhöhen fallen aber deutlich kleiner aus.

Wichtig ist die Unterscheidung: Bei der Maschung eines Wildzauns beschreibt die dritte Zahl die Breite der Felder. Die zweite nennt die Anzahl der waagerechten Drähte und zeigt bei gleicher Zaunhöhe, ob die Aufteilung insgesamt enger oder weiter ausfällt. Zwei Ausführungen können dieselbe Maschenbreite haben und sich trotzdem erheblich unterscheiden.

Wie sich die Maschen über die Zaunhöhe verteilen

Die waagerechten Drähte sitzen nicht in gleichmäßigen Abständen. Unten liegen sie enger, nach oben werden die Abstände größer. Beim Wildzaun 150/13/15 sieht die Aufteilung von unten nach oben so aus:

  • 7 Maschen mit 10 cm Höhe
  • 4 Maschen mit einer Höhe von 15 cm
  • 1 Masche mit 20 cm Höhe

Rechnen Sie nach: 7 mal 10 plus 4 mal 15 plus 20 ergibt genau die Zaunhöhe aus der ersten Zahl. Und die zwölf Maschenreihen werden von 13 waagerechten Drähten begrenzt, was der zweiten Zahl entspricht. Die Breite bleibt über die gesamte Höhe gleich.

Diese Abstufung hat einen praktischen Grund. Im Bodenbereich halten kleine Maschenhöhen kleinere Tiere davon ab, hindurchzuschlüpfen. Weiter oben spielt das Durchschlüpfen kaum noch eine Rolle, dort genügen größere Felder. So kommt der Wildzaun mit weniger Draht aus, ohne dass sich an der erforderlichen Gesamthöhe etwas ändert.

Buchstaben in der Bezeichnung

Neben den drei Zahlen tragen manche Ausführungen einen Buchstaben, etwa 100/8/15 L. Dieser Buchstabe gehört nicht zum Zahlensystem, sondern kennzeichnet die Drahtausführung, wobei L für die leichte Variante steht. Welche Millimeterwerte dahinterstehen, unterscheidet sich je nach Hersteller, deshalb lohnt in jedem Fall der Blick in die Produktdaten.

Beim Aquagart-Wildzaun 150/13/15 finden Sie dort einen Kopf- und Fußdraht von 2,0 mm sowie senkrechte und waagerechte Drähte von 1,6 mm. Die Drähte sind an den Kreuzungspunkten mit Knoten verbunden, daher der Name Knotengeflecht. Bei dieser Ausführung ist es der Wickelknoten, eine von mehreren möglichen Knotenarten. Die Drahtstärke und die Ausführung der Verzinkung wirken sich unmittelbar auf die Haltbarkeit eines Wildzauns aus.

Welche Ausführung passt zu welchem Tier?

Bevor Sie eine Bezeichnung für Ihren Wildzaun auswählen, klären Sie, welche Tiere Sie fernhalten oder auf der Fläche halten möchten. Danach richten sich die nötige Zaunhöhe, die Maschenbreite, die Verteilung der Maschenhöhen, die Sicherung der Unterkante und die mechanische Belastbarkeit.

Für die benötigte Zaunhöhe gelten diese Richtwerte:

  • Hasen und Kaninchen: 80 cm, dafür im Bodenbereich sehr eng gestaffelt
  • Schwarzwild: 120 bis 125 cm in schwerer Ausführung, dazu eine gesicherte Unterkante
  • Rehwild: 150 cm
  • Rotwild: 180 bis 200 cm wegen der größeren Sprungkraft

Steht die passende Höhe fest, helfen Ihnen die beiden weiteren Zahlen bei der Auswahl von Maschenbreite und Maschenaufteilung. Für klassische Forstkulturen mit Reh- und Damwild kommt der 150/12/30 infrage. Der 150/13/15 eignet sich für Forstflächen ebenso wie für die Weidehaltung. Und beim 150/19/15 sind die waagerechten Drähte am engsten angeordnet. Die unteren Maschen fallen dadurch so klein aus, dass auch kleinere Tiere nicht hindurchgelangen.

Die Höhe allein reicht als Kriterium nicht. Ein niedriger Wildzaun mit breiten Maschen und großen Maschenhöhen eignet sich kaum gegen kleinere Tiere, weil sie zwischen den Drähten hindurchschlüpfen können. Umgekehrt nützen sehr kleine Maschen wenig, wenn Rotwild den Zaun überspringt. Bei Schwarzwild kommt es zusätzlich auf die Unterkante an, weil die Tiere sie stark beanspruchen und untergraben können.

Ist der Wildzaun 150/13/15 hasendicht?

Als hasendicht wird der 150/13/15 nicht geführt. Seine unterste Maschenreihe misst 10 mal 15 cm, und diese Öffnung ist für Hasen und Kaninchen zu groß.

Für diesen Zweck gibt es den 150/19/15. Bei ihm sind die untersten Maschen nur 5 cm hoch, bei gleicher Breite. Wenn Sie also gegen Rehwild und gleichzeitig gegen Kleintiere schützen wollen, greifen Sie zur engeren Ausführung, statt sich auf die Zaunhöhe zu verlassen.

So lesen Sie die Bezeichnungen

Für die Knotengeflechte aus unserem Sortiment gilt dieses Muster von 80 bis 200 cm Höhe durchgehend:

  • Die erste Zahl nennt die Zaunhöhe in Zentimetern.
  • Die zweite Zahl nennt die Anzahl der waagerechten Drähte.
  • Die dritte Zahl nennt die Maschenbreite in Zentimetern.

Die genaue Aufteilung der Maschenhöhen entnehmen Sie der Beschreibung des jeweiligen Wildzauns. Erst Bezeichnung und Produktdaten zusammen zeigen also die Maschenbreite und die Verteilung der Maschenhöhen.

Aus der Zaunhöhe und der nötigen Einbindetiefe ergibt sich anschließend die Pfostenlänge. Bei 150 cm Zaunhöhe und einer Einbindetiefe von rund 50 cm kommen Sie auf Z-Profil-Zaunpfosten von 2,0 m. Welche Pfostenlänge zu welcher Zaunhöhe passt, haben wir gesondert zusammengestellt. Haben Sie die passende Ausführung gewählt, führt Sie unsere Anleitung zum Wildzaun aufbauen und spannen durch die weiteren Schritte.