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Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Bodengewebe und Unkrautvlies??

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Bodengewebe und Unkrautvlies?

Bodengewebe oder Unkrautvlies, das ist beim Unkrautschutz die entscheidende Frage. Beide Gewebe halten Unkraut zurück und lassen Wasser durch, sind aber für unterschiedliche Einsatzzwecke gemacht. Worin sich die beiden Materialien grundsätzlich unterscheiden, erklären wir ausführlich im Beitrag Bodengewebe oder Unkrautvlies: der Unterschied. Hier ordnen wir die beiden Gewebe Schritt für Schritt den typischen Gartenbereichen zu, damit Sie für Ihr Vorhaben schnell das passende Produkt finden.

Im Zierbeet und unter Rindenmulch

Im klassischen Zierbeet, in dem Stauden, Sträucher oder Bodendecker wachsen sollen, ist ein Unkrautvlies meist die bessere Wahl. Es unterdrückt das Unkraut zuverlässig, lässt sich leicht kreuzweise einschneiden und gibt der Bepflanzung genug Platz. Unter einer Schicht Rindenmulch sorgt das Unkrautvlies dafür, dass von unten nichts durchwächst, und der Mulch beschwert das Vlies zugleich und schützt es vor Sonnenlicht.

Im Nutzgarten mit Reihen

Im Gemüse- und Nutzgarten, wo in Reihen gesät und geerntet wird, spielt das Bodengewebe seine Stärke aus. Das gewebte Bodengewebe ist besonders reißfest und trittstabil, viele Varianten tragen eingewebte Linien, an denen sich die Pflanzreihen sauber ausrichten lassen. So bleiben die Wege zwischen den Beeten unkrautfrei, während die Kulturpflanzen genau dort wachsen, wo sie sollen.

Unter Kies, Splitt und im Steingarten

Soll eine Fläche mit Kies, Splitt oder Schotter bedeckt werden, kommt es vor allem auf Reißfestigkeit an. Hier ist ein robustes Bodengewebe ideal, weil es das Gewicht der Steine aufnimmt und verhindert, dass sich Schüttung und Erde vermischen. Im Steingarten erfüllt ein kräftiges Gewebe dieselbe Aufgabe und hält gleichzeitig das Unkraut unten zuverlässig zurück.

Am Hang und an Böschungen

Am Hang zählt neben der Reißfestigkeit vor allem die Oberfläche, denn eine spätere Abdeckung aus Kies oder Mulch darf nicht abrutschen. Welches Vlies sich für die Hanglage am besten eignet und wie Sie es sicher verankern, lesen Sie in unseren Beiträgen Welches Vlies für den Hang? und Unkrautvlies am Hang befestigen.

Unter Pflaster, Wegen und Terrassen

Unter Pflaster, Plattenwegen oder einer Terrasse liegt das Gewebe dauerhaft unter Last. Dafür eignet sich ein besonders strapazierfähiges Bodengewebe, das als Trennlage zwischen Untergrund und Tragschicht dient, ein Vermischen verhindert und gleichzeitig den Unkrautdurchwuchs an den Fugen bremst.

Rund um Bäume und an Beeteinfassungen

Auch rund um Bäume oder entlang von Einfassungen lässt sich Unkrautvlies gut einsetzen. Hier reicht in der Regel ein mittelstarkes Vlies, das Sie passend zuschneiden und mit Erdankern fixieren. Eine Abdeckung aus Mulch macht die Stelle optisch ansprechend und hält das Vlies an Ort und Stelle.

Schnellauswahl: Gewebe nach Einsatzzweck

  • Zierbeet, Mulchfläche: Unkrautvlies in mittlerer Stärke
  • Nutzgarten mit Reihen: reißfestes Bodengewebe
  • Kies, Splitt, Steingarten: robustes Bodengewebe
  • Hang und Böschung: kräftiges, raues Unkrautvlies (siehe Hang-Ratgeber)
  • Pflaster, Wege, Terrasse: strapazierfähiges Bodengewebe als Trennlage
  • Bäume, Einfassungen: mittelstarkes Unkrautvlies

Welche Grammatur das jeweilige Unkrautvlies haben sollte, vertiefen wir im Ratgeber Welche Stärke für welche Anwendung? So finden Sie aus Material und Stärke die passende Kombination für genau Ihren Gartenbereich.